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Wie führe ich meine Völker?

Für die Völkerführung in der Oberträgerbeute sind nicht einzelne Methoden oder technischen Einrichtungen maßgeblich. Vielmehr versuche ich meine Maßnahmen an verschiedenen Grundsätzen zu orientieren, die dann je nach Situation zu verschiedenen Maßnahmen führen. (Hier kann man gerne einen Vergleich zum Wing Tsun führen.) Die einzelnen Methoden sind bei den entsprechenden Fragestellungen beschrieben.

  1. Im Sommer sollte es in jedem Volk eine Brutunterbrechung geben. Diese kann (kurz) durch Entnahme der Brut oder (lang) durch die Entnahme der Königin geschehen. Die Brutpause unterbricht das exponentielle Wachstum der Varroapopulation und anderer Brutkrankheiten im Volk. Es ist Teil der Schwarmlenkung und führt zur regelmäßigen Königinnenerneuerung, was wieder den Schwarmtrieb senkt. Der Aufbau von (Zwischen-) Ablegern fördert den Wabenbau und damit die Wachsproduktion.
  2. Der Varroabefall wird durch regelmäßige Kontrollen objektiv verifiziert. Dies hilft Fehleinschätzungen gerade im Spätsommer zu vermeiden und erlaubt die Erfolgskontrolle der Bekämpfungsmaßnahmen im November und der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Winterbehandlung, die auch durch die Brutunterbrechung im Sommer nur noch selten notwendig wird.
  3. Frühzeitiges Teilen der Völker, bevor es in der Beute eng wird. Hier hilft das feste Raumvolumen die Oberträgerbeute gegen die Gier nach starken Hochleistungsvölkern. Durch das Teilen der Völker gibt es genug Brutunterbrechungen und Verjüngung für eine gesunde Völkerführung.
  4. Frühzeitiges Schneiden der Drohnenbrut. Die ersten verdeckelten Drohnenwaben werden zur Varroareduktion ausgeschnitten. Auch die Wachsgewinnung wird hierdurch verstärkt, insbesondere da keine Mittelwände benutzt werden.
  5.  Königinnen aggressiver Völker und von Völkern mit Kalkbrut werden konsequent ausgetauscht. Schon die eigenen Töchter sind meist erstmal friedlich, dies gilt besonders wenn die Völker durch die Brutunterbrechung etwas zusammengestutzt werden. Auf die längerfristige Genetik hat dies in meiner Hobbyimkerei keine Auswirkungen, da ich die Königinnen regelmäßig gegen zugekaufte Königinnen ersetzte.
  6. Ausreichendes Auffüttern im Herbst, so dass die Völker keine Notfütterungen etc. benötigen. Hierzu werden die Reserven im Volk bei der Menge der Winterfuttergabe nicht mitberücksichtigt oder die Völker werden gewogen.
  7. Keine zweifelhaften oder unnötigen Hilfen wie Pollenersatz, Bienentee im Winterfutter, Invertzucker.
  8. Reduzierung der Völker im Herbst auf die gewünschte Völkerzahl. Es werden nur starke Völker (keine Ableger..) eingewintert.

Durch die Grundsätze und Zusammen mit den verschiedenen Standortbedingungen ergibt sich die Betriebsweise:

Meine Betriebsweise in der Oberträgerbeute

Die Schwarmlenkung in der Oberträgerbeute

Das Einhängen unausgebauter Oberträger in die Beute

Erstellt am 2019-06-14

Stand vom 2020-05-15